Speedminton

Der Begriff Speedminton setzt sich zusammen aus Speed = Geschwindigkeit und aus einem verkürzten „Badminton“. Speedminton ist nämlich eine Rückschlagsportart, die Ähnlichkeiten zum Tennis, Squash und eben dem allseits beliebten Badminton aufweist. Speedminton wird z.T. auch Speed Badminton genannt.

Die Schläger sind ca. 60 cm lang und am besten mit Squash-Schlägern zu vergleichen. Objekt der Begierde, sprich Spielgerät, ist der „Speeder“, eine schnellere Version des Federballs. Die Geschwindigkeit kommt vom größeren Gewicht, außerdem ist er weitaus weniger windanfällig und fliegt daher weiter. Bis zu 290 Stundenkilometer sollen damit möglich sein. Größte Besonderheit des Speedminton: Es ist die einzige Rückschlagsportart, die ohne Netz auskommt.

Der „Speed Court“ ist das Spielfeld beim Speedminton (ja, diese Sportart setzt auf Geschwindigkeit). Genutzt wird dafür oft das hintere Viertel eines Tennisfeldes. Im Prinzip sind es zwei rechteckige Felder im Abstand von knapp 13 Metern: Diese gilt es logischerweise zu verteidigen. Punkte werden nach den bei Rückschlagsportarten üblichen Regeln verteilt. Spielt man den Speeder also ins Aus oder kann einen gegenerischen Schlag nicht retournieren, gibt es Punkte für den Kontrahenten.

Speedminton wird sowohl in der Halle als auch im Freien gespielt. Wenn draußen kein Tennisplatz in der Nähe ist, wird das Feld mit einfachen Mitteln abgesteckt. Der Spaß scheint beim Speedminton auf keinen Fall zu kurz zu kommen: Varianten wie Speedminton im Dunkeln mit leuchtender Ausrüstung oder unter Schwarzlicht versprechen sportliche Action mal ganz anders.

Erfunden wurde Speedminton 2001 nicht in Amerika, sondern in Berlin. Auch die Weltmeisterschaften finden in der deutschen Bundeshauptstadt statt. Organisiert haben sich die Spieler im „Deutschen Speed Badminton Verband“, dem DSBV. Nach eigenen Angaben zählt er 15 Vereine, in denen rund 350 Mitglieder aktiv sind.