Motivation zum Sport

Der Begriff Motivation leitet sich vom lateinischen „movere“ = „bewegen/in Bewegung setzen“ ab. Wie aber schafft man es, sich selbst in Bewegung zu setzen und Sport zu treiben anstatt faul auf der Couch liegen zu bleiben? Für sportliche Betätigungen gibt es die unterschiedlichsten Motive: Gesundheit, Freude an der Bewegung, Ausgleich zum Job, soziale Kontakte, Naturerlebnisse und anderes. Trotzdem ist es vor allem zu Beginn des Trainings nicht immer ganz leicht, den inneren Schweinehund zu überlisten, doch mit einigen Tricks kann man es sich zumindest etwas leichter machen.

Wenn man sich in Form bringen oder nach längerer Pause mal wieder was für seinen Körper tun will, ist die Wahl der passenden Sportart entscheidend für die Motivation. Nur wenn man Spaß hat, wird man auch längerfristig und konstant aktiv sein können. Wird das regelmäßige Training nur als Mühe oder gar als Arbeit gesehen, sind die Erfolgsaussichten mehr als gering. Am besten ist es also, wenn man eine Sportart findet, die einen aus sich selbst heraus motiviert. Man trainiert dann nicht „nur“ um fitter zu werden oder der Gesundheit wegen, sondern aus Freude an der Bewegung selbst. Bei einer tief sitzenden Abneigung gegen Laufen wird Joggen wohl nie eine echte Chance haben. So wird die Trainingseinheit zur Quälerei und der Laufschuh bald wieder an den Nagel gehangen.

 

Ist vor allem die Gesundheit der Grund für sportliche Aktivitäten, muss die Sportart natürlich auch an die körperliche Verfassung angepasst sein. Die Belastung sollte nur langsam gesteigert werden, um sich anfangs nicht zu überfordern. Erwartet man zu viel von sich selbst und den Trainingsergebnissen (Gewichtsverlust, Kondition etc.), wirkt es schnell demotivierend, wenn man diese Ziele nicht erreicht. Besser ist es, die Ziele realistisch zu halten. Andernfalls schüchtern sie den angehenden Athleten durch Überforderung ein. Auch Vergleiche mit Traininsverrückten und langjährigen Spezialisten aus der Muckibude oder von der Laufbahn helfen nicht weiter, sondern bewirken eher das Gegenteil.

 

Hilfreich kann es sein, die Barrieren und den Aufwand des Trainings so klein wie möglich zu halten. Der Trainingsort – sei es Laufweg, Sporthalle oder Fitness-Studio – sollte also möglichst in der Nähe sein. Eine lange Anfahrt ist immer wieder eine gute Ausrede, das Training sausen zu lassen. Sind erst große Investitionen in Schläger, Schuhe oder ähnliches vonnöten, kann das ebenfalls die Motivation senken. Besser ist es, zunächst mit dem vorhandenen Material zu arbeiten. Die teuren, supermodernen Laufschuhe kann man sich immer noch holen, wenn das Training zum festen Bestandteil des Alltags geworden ist.

 

Ist der Entschluss zu einem Sport gefallen und die äußeren Bedingungen geregelt, heißt es loslegen. Denn langes Aufschieben kann aufkeimende Motivation schnell wieder verkümmern lassen. Zusätzlich hilft ein geregelter Trainingsplan. Dessen festgelegte Zeiten sind dann einzuhalten. „Ich gehe laufen, wenn ich Zeit habe“, funktioniert nämlich meistens nicht. Die Zeit muss man sich nehmen und fest einplanen. Allerdings sollte der Trainingsplan realistisch sein: Auch hier gilt, dass man sich nicht zu viel zumuten sollte.

 

Sport zu zweit oder in der Gruppe fördert die Motivation: Ein Trainingspartner macht es einem viel schwerer, das anstehende Training einfach sausen zu lassen. Auch gewisse Zwänge (wie etwa feste Hallenzeiten im Verein) können nützlich sein, denn sie bilden einen Rahmen, in dem das Training abläuft. Genau das kann ein Verein bieten. Hinzu kommen die sozialen Kontakte, die für viele Menschen ein wichtiger Faktor beim Sport sind. Ob das aber wirklich hilft, kommt auf den eigenen Charakter an. Will man völlig frei und ohne festgelegte Zeiten Sport treiben, muss man wohl oder übel auf diese möglichen Motivationsstützen verzichten.

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