Goalball

Goalball ist eine der wenigen Behindertensportarten, die in einer Mannschaft gespielt werden. Wie der Name schon sagt, ist das Ziel des Spiels möglichst viele Tore zu erzielen.

Drei Spieler pro Team sind auf dem Feld. Sie halten sich ausschließlich in der eigenen Spielfeldhälfte auf und orientieren sich durch Markierungen im Boden, die ertastet werden können. Goallball wird nämlich von sehbehinderten Sportlern betrieben. Alle Spieler laufen mit undurchsichtigen Brillen auf, um unterschiedliche Grade der Sehbehinderung auszugleichen.

Das Feld ist ungefähr so groß wie beim Volleyball, das Spielgerät ähnelt hingegen einem Basketball. Im Ball befinden sich allerdings kleine Glöckchen. Das 1,30 Meter hohe Tor nimmt dabei die ganze Breite des Feldes ein. Der Ball wird dann abwechselnd geworfen, und zwar als Aufsetzer, damit der Ball auch gehört werden kann. Das ist nämlich die einzige Orientierung die die Spieler haben, um den Ball – mithilfe des gesamten Körpers – abzuwehren.

Goalball ähnelt sehr dem Torball, das vor allem in Europa und Südamerika gespielt wird. Beide Sportarten haben keine Entsprechung im Nicht-Behindertensport. Nur Goalball wird aber bei den Paralympics gespielt: Es ist außerdem älter als Torball. Ursprünglich war Goalball ein Reha-Sport für Veteranen des Zweiten Weltkrieges, seit 1976 ist es „paralympisch“. Alle vier Jahre finden auch Weltmeisterschaften statt.