Broomball

Die in Deutschland zum größten Teil unbekannte Sportart Broomball ähnelt stark dem Eishockey, allerdings fehlen sowohl Schlittschuhe als auch ein Puck.

Die Broomball-Spieler bewegen sich auf dem Eis mit speziellen Schuhen, die über eine Sohle aus Moosgummi verfügen und so ein relativ normales Vorankommen ermöglichen. Der Schläger erinnert von den Umrissen wirklich an einen „Broom“, auf gut deutsch also an einen Besen. Das Spielgerät ähnelt einem kleinen Gymnastikball, der bei weitem nicht so schnell auf dem Eis unterwegs ist wie ein Puck. Die übrigen Spielregeln sind denen des Eishockeys aber sehr ähnlich, auch bei Broomball werden fünf Feldspieler und ein Torwart aufs Eis geschickt. Die Tore sind allerdings ein wenig größer, und es wird über zwei Halbzeiten mit je 20 Minuten Spielzeit dem Ball nachgejagt.

Je nach Quelle erhält man unterschiedliche Angaben über die Entstehung von Broomball. Sicher ist aber, dass der Sport aus Kanada stammt, wo er auch heute noch sehr beliebt ist. Anfangs, also etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sollen auch echte Strohbesen als Schläger verwendet worden sein. In den 1960er Jahren wird Broomball dann zu einem organisierten Sport und ist zunächst vor allem in Kanada und den USA verbreitet, bevor er sich Jahre später (mit unterschiedlichem Erfolg) auch in Australien, Japan und Europa verbreitet.

Heute sind die Broomballer der Welt in der „International Federation of Broomball Associations“ (IFBA) organisiert. Auch in Deutschland existiert seit 2004 ein Broomballverein, die „Flying Brooms“ aus Bad Liebenzell. In Oktober 2011 werden in Mittenwald (das ist bei Garmisch-Partenkirchen) die „European Broomball Club Championships“ ausgetragen.