Wen wollen wir erreichen?

Sie haben Ihre Ziele definiert? Dann stellt sich die Frage: Welche Zielgruppen müssen Sie erreichen, um Ihre Ziele zu verwirklichen?

 

Kommunikation aus Sicht der Zielgruppe
Selbst Profis sind vor einem Fehler nie gefeit: An der Zielgruppe vorbei zu reden. Der Grund ist beinahe immer derselbe: Kommuniziert wird, was den Absender interessiert und vermittelt wird es, wie es ihm gefällt. Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit geht genau andersherum vor:

Entscheidend sind allein die Bedürfnisse der Zielgruppe! Das gilt für die Art und den Ort der Kommunikation genauso wie für die Argumente, die Sie in den Vordergrund rücken.

Mehr dazu erfahren Sie in der Checkliste „Zielgruppen bestimmen“.


Zielgruppen eines Sportvereins
Häufig wird nicht nur eine Gruppe betroffen und interessiert sein, sondern mehrere zugleich. Bestimmen Sie deshalb sorgfältig alle Zielgruppen, die Sie gewinnen müssen, um Ihre Ziele zu erreichen. Wenn Ihr Sportverein zum Beispiel die Öffnungszeiten ausweitet, interessiert das selbstverständlich alle Mitglieder. Aber auch ehren- oder hauptamtliche Mitarbeiter, deren Arbeitszeiten sich verändern. Und vielleicht auch Nachbarn, wenn die Öffnungszeiten für sie Auswirkungen haben. Berücksichtigen Sie aber auch potenzielle Mitglieder, denen die neuen Öffnungszeiten besonders entgegen kommen.

An nachfolgende Zielgruppen sollten Sie immer denken, wenn Sie in Ihrem Sportverein Öffentlichkeitsarbeit betreiben:

Im Verein

  • aktive Mitglieder
  • Förder-Mitglieder
  • Ehrenamtliche
  • Mitarbeiter
  • Gruppen, die ein spezielles Interesse haben, Alte oder Junge, Männer oder Frauen, Mitglieder mit spezifischen (Sport-)Interessen

Außerhalb des Verein

  • Förderer: Verbände, Kommunen und Sponsoren
  • Nachbarn des Vereins
  • potenzielle Mitglieder
  • Medien


Entscheider, Meinungsbildner, Multiplikatoren
Um positiv auf Ihre eigentliche Zielgruppe zu wirken, brauchen Sie oft

  • einflussreiche Meinungsbildner 
  • Multiplikatoren, die in die Breite wirken, vor allem die Medien

Oft haben sie spezielle Bedürfnisse und Erwartungen, auf die Sie eingehen sollten.

Beispiel: Ein Sportverein will eine neue Außenanlage bauen. Dazu braucht er die finanzielle Unterstützung der Kommune; er muss also die Entscheider in der Gemeindeverwaltung überzeugen. Wie gewinnt er sie für sein Anliegen?
Vielleicht hat der Verein in der Kommune einen engagierten Fürsprecher, der zwar an der Entscheidung über die Vergabe von Fördermitteln nicht beteiligt ist, dafür aber Einfluss hat. Gelingt es dem Verein, ihn auf seine Seite zu bringen, steigen auch die Chancen, dass die Entscheider zustimmen. Der Verein sollte deshalb nicht nur überlegen, wie er die Entscheider, sondern auch, wie er den Meinungsbildner überzeugen kann. Während die Entscheider möglicherweise vor allem auf die Finanzen achten, mag sich der Meinungsbildner zum Beispiel für die Seniorenarbeit besonders interessieren. Jetzt wäre es geschickt, wenn Sie Ihre Außenanlage mit dem Thema Seniorensport verbinden könnten.
Natürlich hat auch die Akzeptanz in der Öffentlichkeit Auswirkungen. Also gilt es, sie für das Vorhaben zu gewinnen. Und das geht nicht ohne die Medien. Die wiederum ist eine Zielgruppe mit spezifischen Interessen (mehr darüber erfahren Sie im Kapitel 7. Externe Kommunikation.

Fazit: Eine Reihe unterschiedlicher Zielgruppen entscheiden direkt oder indirekt über den Erfolg.

Deshalb:
Um so genauer Sie auf die jeweiligen Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen zielen, desto sicherer landet der Ball im Korb!



Den vollständigen Text können Sie beim DOSB unter ehrenamt-im-sport.de als PDF herunterladen

 

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