KERNAUFGABEN DES FINANZMANAGEMENT

Die Verantwortlichen für das Finanzmanagement im Verein sind gefordert, aktiv, vorausschauend und ideenreich für ausreichende Einnahmen zur Erfüllung der Vereinsaufgaben zu sorgen. Zwei Herausforderungen sind Spiel entscheidend: die Sicherstellung der Liquidität einerseits und andererseits die Beschaffung der benötigten finanziellen Mittel für die gesetzten Ziele.


Liquidität
Liquidität bedeutet, dass Ihr Sportverein zu jedem Zeitpunkt über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um jede erforderliche Auszahlung termingerecht zu erfüllen. Die Erhaltung der Liquidität ist zugleich eine Mindest- und eine Hauptaufgabe des Finanzmanagements. Denn ohne ausreichende liquide Mittel besteht die Gefahr, dass ein Verein bald nicht mehr mitspielen kann.


Ziele und Finanzen
Finanzen sind Mittel zum Zweck. Im gemeinnützigen Verein bedeut das, ausreichende Mittel zu akquirieren, um Visionen und Ziele zu realisieren. Ein Beispiel: Viele Sportvereine haben in ihrer Satzung festgelegt, nicht nur den Sport zu fördern, sondern auch sozial tätig zu werden. Damit solche engagierten Ziele nicht nur auf dem Papier stehen, müssen die Finanzverantwortlichen die nötigen Mittel beschaffen.
Die Leistungsorientierung im Finanzmanagement führt zwangsläufig zu einer Abkehr vom Denken in Haushalten, das lange Zeit vorgeherrscht hat. Haushaltspositionen während des Wirtschaftsjahres möglichst auszuschöpfen oder einzelne Budgets zu maximieren – das ist Finanzmanagement von gestern. Vorausschauendes Finanzmanagement orientiert sich an den Zielen und Bedürfnissen des ganzen Vereins als Wertegemeinschaft.


Finanzmanagement im Jahresrhythmus
Das Haushaltsjahr gibt den zeitlichen Rahmen für die Finanzplanung vor. Sie erfolgt in vier Schritten:

  1. Festlegung der inhaltlichen Ziele des Vereins für das kommende Haushaltsjahr.
  2. Planung der Umsetzungsschritte und der notwendigen Einnahmen und Ausgaben zur Gewährleistung der vereinbarten Ziele (Haushaltsplan).
  3. Entscheidung durch die satzungsgemäß vorgesehenen Gremien über den Haushaltsplan des kommenden Jahres und damit auch über die künftigen Ziele.
  4. Realisierung der strukturellen Voraussetzungen zur Durchführung des Haushaltsplans und laufende Kontrolle der geplanten Einnahmen und Ausgaben.

Zwei Beispiele für die Erstellung eines Finanzplans finden Sie in der Checkliste 3.1.09 Aufbau eines Haushaltsplans.

Steuerprivilegien und Steuerpflichten
Gemeinnützige Vereine dienen der Allgemeinheit. Der Staat unterstützt sie deshalb durch steuerliche Erleichterungen. Aus der Gemeinnützigkeit ergeben sich aber auch Beschränkungen und Pflichten:

  • Die Ziele des Vereins müssen dem Gemeinwohl dienen.
  • Die Ziele des Vereins müssen mit dem Vereinszweck übereinstimmen. 
  • Gewinnerzielungsabsichten dürfen nicht im Vordergrund stehen.
  • Die Haushaltsplanung muss so angelegt sein, dass die geplanten Ausgaben mit den vorgesehenen Einnahmen zu decken sind.
  • Die Struktur des Rechnungswesens muss jederzeit einen wirtschaftlichen Überblick und eine betriebswirtschaftliche Auswertung ermöglichen.
  • Gewählte Vereinsvertreter kontrollieren das Wirtschaften des Vereins durch Kassenprüfungen.

Informieren Sie sich dazu auch in der Checkliste 3.1.05 Leitfaden für die Kassenprüfung

Lesen Sie zum Steuerrecht für gemeinnützige Vereine auch die Checklisten:
3.2.02 Steuervergünstigungen durch Gemeinnützigkeit
3.2.03 Der steuerfreie ideelle Vereinsbereich
3.2.04 Vereinseinnahmen und ihre steuerlichen Auswirkungen

 

Den vollständigen Text können Sie beim DOSB unter ehrenamt-im-sport.de als PDF herunterladen.

 

 

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