Aufbauorganisation: Die Mannschaft in Form bringen!

Was eine Mannschaft und ein Verein gemeinsam haben: Sie arbeiten als arbeitsteilige Organisation. Ob Kapitän oder Vorstand, Torwart oder Kassenwart: Jeder Mitspieler übernimmt spezielle Aufgaben, die er gut beherrscht, und erhält die erforderlichen Kompetenzen – wie auch die nötige Ausstattung: Ohne Handschuhe tut sich selbst ein toller Torwart schwer.

AUFSTELLUNG UND ABLÄUFE: ZWEI SEITEN EINER MEDAILLE
Die Aufbauorganisation und die Ablauforganisation hängen zusammen wie die Aufstellung einer Mannschaft mit ihrer Spielweise. Nur wenn sie sinnvoll ineinandergreifen und auf dieselben Ziele ausgerichtet sind, hat die Sache Hand und Fuß. Dass sie nun in zwei getrennten Kapiteln behandelt werden, dient lediglich dazu, die jeweiligen Schwerpunkte der Gestaltungsaufgaben zu markieren und Ihnen das Verständnis zu erleichtern.

Tipp: Dieses und das folgende Kapitel geben Ihnen eine Übersicht über wichtige organisatorische Weichenstellungen. Ergänzende Checklisten zu einzelnen Fragen und Aufgaben finden Sie hier:

  • Vereinsorganisation, Sitzungen, Veranstaltungen, Arbeitsorganisation, Datenverarbeitung: Organisation
  • Stellenbeschreibung, Zielvereinbarung, Mitarbeitergespräch und -beurteilung, Zeugniserstellung und mehr: Personal


DIE ECKPUNKTE: DAS KOMPETENZ- UND DAS KOMMUNIKATIONSGEFÜGE
Die Ablauforganisation lässt sich in zwei Handlungsfelder unterteilen: die Stellenbildung mit dem dazugehörigen Leitungssystem und die Gestaltung der Kommunikationsstrukturen einschließlich der benötigten Medien. Es geht hier also um das (äußere) Gefüge für die Abläufe einer Organisation. Es gibt vor, ...

  • wer für welche Tätigkeit bzw. welchen Ablauf verantwortlich ist und entsprechende Befugnisse erhält (Kompetenzgefüge), und
  • wem er Bericht erstattet, um trotz der Arbeitsteilung einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten (Kommunikationsgefüge).


KOMPETENZGEFÜGE: STELLENBILDUNG UND LEITUNG
Lange Zeit spielten britische Fußballmannschaften „kick and rush“: Der Ball wurde „blind“ nach vorn geschlagen und alle rannten ihm hinterher – irgendeiner würde ihn schon erreichen. Diese Spielweise machte den Zufall zum Regisseur. Von einer Ordnung, in der jeder sich auf bestimmte Aufgaben konzentriert, konnte keine Rede sein. Im Fußball hat sich diese „Strategie“ nicht bewährt und schon gar nicht in Arbeitsorganisationen: Der „Hansdampf in allen Gassen“ mag sich die Beine aus dem Leib rennen, er kommt dem Ball doch nicht hinterher. Deshalb arbeiten Organisationen, vor allem Unternehmen, schon seit einer kleinen Ewigkeit nach dem Prinzip der Arbeitsteilung:

  • Es gibt für jeden Aufgabenbereich spezialisierte Mitarbeiter.
  • Die Stellen werden zu funktionalen Einheiten verknüpft, zum Beispiel Abteilungen.
  • Die Stellen werden hierarchisch geordnet, von der obersten Entscheidungsebene über die mittlere Führungsebene bis zu den ausführenden Mitarbeitern.

Insoweit herrscht Übereinstimmung. Bei der konkreten Gestaltung der arbeitsteiligen Organisation sind aber erhebliche Unterschiede zu verzeichnen.

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Die komplette Checkliste können Sie beim DOSB unter ehrenamt-im-sport.de herunterladen.

 

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