Welche Aufgaben eignen sich für Teamarbeit?

Teamarbeit steht bei Mitarbeitern und Vorgesetzten weit oben auf der Beliebtheitsskala – zurecht, denn die Vernetzung unterschiedlicher Aufgaben ist für den Erfolg entscheidend. Jeder einzelne Arbeitsbeitrag steht im unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang mit vielen anderen. Mit anderen Worten: Eine Organisation ist ein Organismus. Teamarbeit verbindet die verschiedenen Funktionen miteinander zum großen Ganzen.

Was sich für Teamarbeit eignet …
Ihr Sportverein ist dynamisch? Sie haben ehrgeizige Ziele im Visier? Veränderungen stehen auf der Tagesordnung? Dann sollten Sie überlegen, ob sie nicht leichter im Team zu bewältigen sind. Teamarbeit beschert Ihrem Sportverein viele Vorteile:

  • Neue Perspektiven
    Jeder Mitarbeiter bringt seine individuelle Sicht ein. Die Vielzahl unterschiedlicher Standpunkte weitet den Blick und lässt neue Lösungsmöglichkeiten erkennen.
  • „Bremer Stadtmusikanten“
    Der Esel, der Hund die Katze und der Hahn: Jeder für sich wäre kläglich gescheitert. Aber als Team, in dem alle – im wahrsten Sinne des Wortes – aufeinander aufbauen, – waren sie unschlagbar! Weil jeder seine Stärken gezielt eingebracht, und so die Schwächen der anderen ausgeglichen hat. Jedem Menschen sind Grenzen gesetzt. Man kann Stärken ausbauen und Schwächen abbauen – aber nur in Maßen. Ein Team hingegen kann idealerweise aus dem Vollen schöpfen und für jede Funktion den Besten benennen.
  • Gemeinsam statt einsam
    Neue Herausforderungen können erschlagen. Der Berg, der zu besteigen ist, scheint unerreichbar hoch. Gerade ehrgeizige Ziele können entmutigen statt anzuspornen. Vereint traut man sich mehr zu. Hat der eine einen Durchhänger, stärkt der andere ihm den Rücken – und umgekehrt. So geht es Etappe für Etappe bis ans Gipfelkreuz.


… und was nicht
Teamarbeit ist aber nicht immer die beste Lösung. Dann nämlich nicht, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen. Bevor Sie also ein Team beauftragen, sollten Sie prüfen, ob die Bedingungen günstig sind – und ob Ihr Verein, wo erforderlich, bereit ist, sie zu schaffen:

 

  • Das Team muss stabil sein.
    Häufig findet Teamarbeit neben dem Tagesgeschäft statt. Dabei kommt es fast zwangsläufig zu Kollisionen. Und nicht selten drohen (Projekt-)Teams auseinander zu fallen, weil das Tagesgeschäft zu sehr drängt. Wenn aber die Teambesetzung immer wieder wechselt, gerät der Teamerfolg in weite Ferne: Missverständnisse und Fehler drohen. Und auch der Teamgeist leidet. Planen Sie deshalb frühzeitig und genau, wie das Tagesgeschäft trotz Teamarbeit läuft – und andersherum.
  • Die Vereinsführung muss sich zur Teamarbeit bekennen.
    Ein Team braucht Unterstützung von ganz oben. Wenn sich der Vorstand nicht öffentlich hinter die Teamarbeit stellt, droht sie an Widerständen von außen zu scheitern. Das gilt dann ganz besonders, wenn das Team Veränderungsvorschläge erarbeiten soll, die im Verein umstritten sind.
  • Der Verein muss sich für die Teamarbeit stark machen.
    Das Bekenntnis der Vereinsführung ist wichtig – aber mit Worten allein ist es nicht getan. Ohne Befugnisse und eventuell auch Budget wird das Team nicht weit kommen.
  • Das Engagement muss auf Dauer geplant sein.
    Teamarbeit ist ein hervorragendes Instrument, große Herausforderungen zu schultern. Aber auch sie hat ihre Tücken. Vor allem in der Anfangsphase, wenn sich das Team erst finden muss, scheinen oft die Schwierigkeiten zu dominieren. Nur ein Verein, der sich davon nicht abschrecken lässt und durchhält, wird schließlich die Früchte ernten.

 

Tipp: Einen schnellen Überblick über die Erfolgsfaktoren der Teamarbeit erhalten Sie in der Checkliste 5.2.03 Teamarbeit.


 

Den vollständigen Text können Sie beim DOSB unter ehrenamt-im-sport.de als PDF herunterladen.

 

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