Vor- und Nachteile der Projektarbeit

Ob die Vor- oder Nachteile der Projektarbeit überwiegen, lässt sich nicht allgemein bestimmen. Sie müssen im Vorfeld am einzelnen Vorhaben gemessen werden. Eines gilt aber grundsätzlich: Um so konsequenter Sie Projektmanagement betreiben, desto stärker wirken sich die Vorteile aus.


VORTEILE UND CHANCEN

  • Projekte sind eine Abwechslung zur Tagesarbeit. Sie bieten Gelegenheit, neue Erfahrungen, zum Beispiel in der Teamarbeit, zu sammeln.
  • Projekte zielen auf konkrete Erfolge und motivieren Menschen, sich zu engagieren. Sie sind deshalb ein wirksames Mittel, neue Mitglieder und Mitarbeiter für Ihren Sportverein zu gewinnen. Attraktive Projekte können auch Externe veranlassen, in Ihrem Verein auf Zeit mitzuarbeiten.
  • Projekte schaffen den Rahmen für eine sorgfältige Aufgaben- und Problemanalyse.
  • Projektplanung schafft Struktur und Ordnung.
  • Projektarbeit führt zu grundsätzlichen, neuen Lösungen.
  • Projektplanung sorgt dafür, dass die Mittel auch bereitgestellt werden, die für die Zielsetzung benötigt werden.
  • Ein ordentlicher Projektauftrag definiert klare Zuständigkeiten.
  • Projektteams übernehmen Verantwortung und entlasten den Vorstand.


NACHTEILE UND RISIKEN

  • Projektarbeit erzeugt einen zusätzlichen Aufwand an Planung und Organisation.
  • Werden die Projektmitglieder nicht von anderen Tätigkeiten entlastet, droht eine Überforderung. Sie wirkt sich negativ auf die Qualität der unterschiedlichen Arbeiten aus.
  • Projekte, die im Sande verlaufen, signalisieren Stillstand. Das demotiviert nicht nur die Projektbeteiligten.
  • Wenn nicht alle Betroffenen für die Projektziele gewonnen werden, scheitern Projekte an Widerständen des Umfeldes.


PROJEKTE BRAUCHEN UNTERSTÜTZUNG!

Ob die Chancen zum Tragen kommen oder sich die Risiken durchsetzen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob sie die Menschen im Verein dafür gewinnen. Was leichter gesagt als getan ist. Denn Projekte zielen auf Veränderungen. Menschen fällt es aber manchmal schwer, das Gewohnte zugunsten des noch Unbekannten aufzugeben. Aktive Werbung für das Projekt ist deshalb eine nicht zu vernachlässigende Erfolgsbedingung. Informieren Sie frühzeitig und umfassend über das geplante Vorhaben. Begnügen Sie sich nicht mit einseitiger Kommunikation. Konflikte sollten schon vor Projektbeginn im Dialog offen ausgetragen werden. Sonst droht Ihrem Projekt später der (heimliche) Boykott. Ängste, die nicht ausgesprochen werden, arbeiten im Verborgenen weiter. Schaffen Sie deshalb eine Atmosphäre, die es den Betroffenen leicht macht, Bedenken und Widerstände zu äußern. Am Ende des Klärungsprozesses – und noch bevor das Projekt startet – darf aber kein Zweifel bestehen, dass die Vereinsführung das Projekt ohne Wenn und Aber unterstützt.

 

Tipp: Wie Sie es den Betroffenen erleichtern, Bedenken zu überwinden und sich den Chancen zu öffnen, zeigt Ihnen die Checkliste 6.2.04 Erfolgsfaktor Mensch.

 

PROJEKTPATE
Auch die beste Planung verhindert nicht, dass Probleme auftreten. Nicht jedes kann das Team selbst lösen. Der Vorstand sollte ihm deshalb aus seinem Kreis einen Projektpaten zur Seite stellen. Er unterstützt das Projekt und ist erster Ansprechpartner.

 

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