Gute Gründe gegen Bedenken

Fragt man Vorgesetzte, wie sie es mit dem Delegieren halten, hört man oft: „grundsätzlich ja, aber ...“

Gibt es gute Grunde für Einwände? Oder steckt dahinter die Schwierigkeit mancher Führungskräfte, Verantwortung abzugeben?

Bedenken gegen das Delegieren

Keiner kann es schneller

Einem Mitarbeiter eine Aufgabe zu erklären, kostet Zeit. Deshalb lässt mancher Vorgesetzte das Delegieren lieber bleiben. Recht hat er. Aber nur unter einer Voraussetzung: Er ist ein Vorgesetzter „alter Schule“, der kaum Spielraum gibt. Deshalb muss er dem Mitspieler jeden Schritt erklären. Er überträgt nur einzelne, einmalige Aufgaben „zur Erledigung“. Also muss er stets von vorn beginnen, sie zu erläutern.

Ein Vorgesetzter aber, der ganze Aufgabenbereiche über längere Zeiträume delegiert – und die Verantwortung mit dazu – der hat kein Zeitproblem. Im Gegenteil: Er gewinnt Zeit.

Keiner kann es besser

Eine Führungspersönlichkeit hat Selbstvertrauen. Braucht sie auch. Manchmal verleitet es zu glauben, man könne alles selbst am besten. Irgendwann bestätigt sich diese Einschätzung auch. Wenn man Mitarbeiter nicht fordert und fördert, dann schrumpft ihr Selbstbewusstsein. Ihre persönliche Entwicklung stagniert. Sie lernen nicht, Verantwortung zu tragen. Es ist wie im Sport: Was man nicht regelmäßig trainiert, kann man auch nicht.

Übernehmen Sie Verantwortung für die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter. Ermutigen Sie Ehren- und Hauptamtliche, Fertigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln. Erst dann werden Sie erfahren, wozu Ihre Mitarbeiter wirklich fähig sind.

Keiner will es machen 

Gibt es in Ihrem Sportverein zu wenige haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen wollen? Dann hat Ihr Verein ein Motivationsproblem. Das ist eine Herausforderung für alle Führungskräfte!

Überlegen Sie, welche Anreize Sie Mitarbeitern bisher geben, sich zu engagieren. Übertragen Sie Verantwortung oder „nur Arbeit“? Sprechen Sie Anerkennung aus?

Der Schlüssel zur Motivation sind die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter. Nehmen Sie Mitarbeiter nicht nur in die Pflicht, sondern auch in die Mitverantwortung. Geben Sie ihnen Gelegenheit, sich zu entfalten. Dann entfaltet sich auch ihre Motivation.


Gute Gründe zu delegieren

Ressourcen nutzen
Keiner kann alles, keiner weiß alles. Auch ein Vorstandsmitglied nicht. Wenn Sie Aufgaben und Verantwortung an die richtigen Mitarbeiter delegieren, machen Sie deren individuelles Potenzial für den Verein fruchtbar. Die Qualität der Ergebnisse wird für sich sprechen. Und für Sie als Führungskraft!

Motivationsschub
Wer „mitmischen“ darf, ist mit hohem Einsatz bei der Sache. Er identifiziert sich. Das wirkt sich positiv auf das Vereinsklima aus. Alles ziehen am gleichen Strang – und ihren Verein in die Erfolgsspur.

Mehr Zeit für Führungsaufgaben
 

Wenn Sie Aufgaben delegieren, gewinnen Sie Zeit für Ihre beiden wichtigste Aufgabe:

 

1. Ihre Mitarbeiter zu fördern und

2. Ihren Sportverein durch strategische Planung weiterzuentwickeln. Mehr zu dieser Führungsaufgabe lesen Sie in dem Baustein Ziele bestimmen – Erfolg planen.

 

Den vollständigen Text können Sie beim DOSB unter ehrenamt-im-sport.de als PDF herunterladen

 

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