Touch

Die australische Sportart Touch ist in den 1960er Jahren aus dem bekannten Rugby entstanden. Anders als beim Rugby gibt es bei Touch aber keinen harten Körpereinsatz.

Heute ist Touch vor allem in Australien ein überaus beliebter Freizeit- und Wettkampfsport. Sechs Spieler pro Team (plus Auswechselspieler) stehen auf dem Feld und versuchen mit dem Ball abwechselnd die gegnerische Endzone zu erreichen. Der Ball ist etwas kleiner als beim Rugby, hat aber die gleiche ovale Form. Pässe dürfen niemals nach vorne gespielt werden, sondern nur nach hinten.

Einen Punktgewinn erzielt man durch den Touchdown, sprich durch das Erreichen der gegnerischen Endzone – mit dem Ball in der Hand natürlich. Die entscheidende Regel dabei: Der ballführende Spieler darf höchstens fünfmal von den Verteidigern mit der Hand berührt werden. Dies ist der namensgebende „Touch“. Bei der sechsten Berührung wechselt der Ballbesitz und die andere Mannschaft darf ihrerseits versuchen, einen Touchdown zu erzielen. Die Angriffe auf den Gegner dürfen dabei nicht hart gegen den Körper gerichtet sein. Brutales Einsteigen wie beim Rugby ist bei Touch nicht zu finden, sondern wird strikt geahndet. Entscheidend für den Erfolg sind daher die Taktik und geschicktes Laufen und Passen.

Touch ist in den 1960er Jahren in Australien entstanden. Und zwar als Aufwärmspiel der Rugbyspieler, die sich ohne Körpereinsatz auf ihre Matches vorbereiteten. Seitdem ist Touch als eigenes Spiel überaus beliebt in Australien und Neuseeland, sei es als Hobby oder im Schulsport. Darüber hinaus ist Rugby in Asien, Südafrika und Europa (besonders in Großbritannien) verbreitet. Seit 1988 gibt es alle vier Jahre Weltmeisterschaften, die letzte Juni 2011 in Edinburgh. Australien räumte hier alle Titel ab, sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen und im Mixed.

In Deutschland existiert Touch seit 2003. Organisiert sind die Touch-Spieler im „Touch Deutschland Sportverein“, kurz TDSV. Seit 2005 wird jedes Jahr eine Deutsche Meisterschaft ausgespielt, momentan sind neun Vereine in Deutschland aktiv, u.a. in Berlin, Hamburg, Köln und Leipzig.